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Kölner Equality-Historie

Von den Anfängen des Equality-Tanzens in Köln


Hella Maria
Hella & Maria, die Begründerinnen der ersten schwul-lesbische Tanzparty in Köln.

Der persönlichen Initiative des Frauenpaares Hella und Maria war es zu verdanken, dass im September 1987 in den Räumen des Sch.u.L.Z. (Schwulen- und Lesbenzentrum der Emanzipation e.V.) in der Bismarckstraße in Köln die erste schwul-lesbische Tanzparty stattfand. Im Sch.u.L.Z. wurde im Sinne der GLF* gearbeitet.

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Liebevoll geschmückt, mit selbstgefärbten Tüchern, wurde die ehemalige Tanzschule für diese Abende hergerichtet. Die ehrenamtliche Aufgabe, diese Tanzparty monatlich auszurichten, übernahm jenes o.g. Frauenpaar bis Ende 1991. Schon bald entstand der Wunsch, nicht nur einmal monatlich zum „Schwoof“ zu gehen, sondern sich auch tänzerisch weiter zu entwickeln. Erste Tanzkurse für Männer- und Frauenpaare wurden ab 1988 von erfahrenen Tänzerinnen und Tänzern (Monika, Holger und Michael) angeboten. Anschließend übernahm ein ausgebildeter Tanzlehrer (Heinz) die Kurse. „Professioneller“ wurde es dann mit Sabine und Niels, die von 1993 bis Sommer 1994 die fortgeschrittenen Paare im Tanztreff unterrichteten und erste „Basic-Arbeit“ in die Kurse einbrachten. schwul-lesbische Tanzparty in Köln
1. Ball im Sch.u.L.Z. Krönende Höhepunkte der Tanzsaison waren auch damals schon die Tanz-Bälle, die im November 1987 noch im Sch.u.L.Z. und von November 1988 bis 1991 in der Wolkenburg stattfanden. Die monatliche Tanzparty wurde von 1991 bis 1995 von Ulrike und Ingeborg weitergeführt.
Zwischenzeitlich, im März 1994, erfolgte dann der Umzug vom sogenannten „alten“ ins „neue Sch.u.L.Z“. am Kartäuser Wall. Noch im alten Sch.u.L.Z. lernten die Organisatorinnen das Tanzpaar Mark und Hartmut kennen.

Foto links: 1. Ball im Sch.u.L.Z.
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 Mark baute eine schwul-lesbische Formationsgruppe auf, während Hartmut mehrere Leistungsklassen im eigens dafür eingerichteten Tanzsaal des Sch.u.L.Z. unterrichtete. Parallel zu der wesentlichen Erweiterung des Tanzangebots im Sch.u.L.Z. wurde auch der überregionale „Rosa-Lila Tanzkalender“ aufgelegt. Dem Engagement der Beiden ist es zu verdanken, dass sich die Strukturen etablierten und sich ein selbständiger Verein, der Seitenwechsel Cologne e.V. mit Eintrag ins Vereinsregister 1996, innerhalb des Sch.u.L.Z. gründete. Äußere Umstände machten einen Umzug in eine Tanzschule notwendig, aus der heraus sich unterschiedliche Strömungen entwickelten. Einige Tänzerinnen und Tänzer folgten Mark und Hartmut in den „Seitenwechsel“ (ins heutige Zeughaus24), viele Frauen traten den „Swinging Sisters“ bei und ein paar Tänzerinnen und Tänzer suchten ihre Heimat in Vereinen des Hetero-Verbandes, z.B. dem TSC Mondial Köln und dem TTC Rot-Gold Köln.

Köln entwickelte sich somit bundesweit zu den Hochburgen des schwul-lesbischen Tanzsports.

*GLF: 1972 wurde die Gay Liberation Front in Köln gegründet. Er ist der älteste gemeinnützige Verein zur Emanzipation von Schwulen und Lesben in Deutschland.

Niels & Ingeborg

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last update: 05.08.2010